Autor: basti
Wie ich die Website für den Lindenhof Erlebnishof umgebaut habe
Der Lindenhof Erlebnishof ist ein Familienbetrieb. Tiere, Natur, Erlebnisse für Kinder und Familien. Die alte Website hatte viel Inhalt, aber keine Richtung. Besucher kamen auf die Startseite und wussten nicht sofort, was sie erwartet und wie sie buchen können.
Das eigentliche Problem war nicht das Design
Beim ersten Gespräch wurde schnell klar: Das Design war das kleinste Problem. Die Navigation war unlogisch, die Texte zu lang und zu werbig, und es gab keine klare Handlungsaufforderung. Eine Seite über einen Erlebnishof sollte eines schaffen: Lust machen, hinzufahren. Das schaffte die alte Seite nicht.
Ich habe zuerst die Struktur analysiert. Welche Seiten werden tatsächlich besucht? Wo steigen Besucher ab? Was ist das Ziel des Hofes — mehr Besucher, mehr Gruppenanfragen, mehr Kursanmeldungen?
Was ich gemacht habe
Die neue Website hat eine klare Hierarchie: Startseite, Angebote, Gruppen & Veranstaltungen, Kontakt. Nicht mehr. Keine versteckten Unterseiten, keine Klick-Odyssee.
Die Texte wurden komplett neu geschrieben — kürzer, konkreter, mit echten Bildern aus dem Betrieb statt Stockfotos. Jede Seite endet mit einer klaren Aufforderung: Anrufen, E-Mail schreiben, Termin anfragen.
Technisch läuft alles auf WordPress mit einem schlanken Theme. Keine Page-Builder-Bloat, keine zehn Plugins für Dinge, die WordPress von Haus aus kann. Das macht die Seite schnell und wartbar.
Was das Ergebnis war
Die Absprungrate auf der Startseite sank deutlich. Wichtiger: Die Anfragen wurden konkreter. Statt „Ich habe eine Frage“ kamen Nachrichten wie „Wir sind eine Gruppe von 20 Personen, wann habt ihr Termine im Juli?“ Das ist der Unterschied, den eine klare Website macht.
Was ich daraus mitgenommen habe
Jeder Umbau fängt mit Zuhören an. Was will der Kunde wirklich? Was wollen seine Besucher wirklich? Diese beiden Dinge müssen sich auf der Website treffen. Alles andere ist Dekoration.
Wenn du eine ähnliche Situation hast — Website vorhanden, aber sie arbeitet nicht für dich — dann ist ein Website-Check ein guter erster Schritt. Ich schaue mir an, was funktioniert, was nicht, und was als nächstes sinnvoll wäre.
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ChatGPT im Alltag: 3 Dinge die ich wirklich nutze (und 2 die overrated sind)
Zwei Jahre aktive KI-Nutzung. Nicht im Test, nicht im Workshop, sondern im echten Arbeitsalltag. Ich habe Angebote geschrieben, Websites konzipiert, Kunden beraten und dabei fast täglich mit KI-Tools gearbeitet. Zeit für eine ehrliche Bilanz.
Was ich wirklich nutze
1. Erste Entwürfe für Texte
Nicht das Endergebnis, aber der Start. Wenn ich eine neue Leistungsseite brauche, gebe ich der KI Kontext und Struktur. Was zurückkommt, ist meistens zu glatt und zu allgemein. Aber es gibt mir etwas zum Gegenlesen, Streichen, Umschreiben. Das ist schneller als vor der leeren Seite zu sitzen.
2. Code-Debugging und schnelle Snippets
Für PHP-Funktionen, WordPress-Hooks, kleine JavaScript-Probleme ist ChatGPT inzwischen mein erstes Werkzeug. Nicht weil der Code immer perfekt ist — das ist er nicht — aber weil er einen guten Ausgangspunkt liefert, den ich dann anpasse. Ich verstehe was ich bekomme, und das ist entscheidend.
3. Strukturhilfe bei komplexen Projekten
„Ich plane einen Online-Kurs über KI-Grundlagen für Kleinunternehmer. Wie könnte die Modul-Struktur aussehen?“ Diese Art von Brainstorming funktioniert gut. Die KI liefert Optionen, ich entscheide. Das spart Denkzeit beim Aufbauen von Konzepten.
Was overrated ist
1. Automatisches Content-Marketing
„Lass die KI jeden Tag 5 LinkedIn-Posts schreiben“ — ich habe das versucht. Das Ergebnis klingt nach niemandem. Es ist glatt, korrekt, und völlig austauschbar. Wer Content als Positionierung nutzt, muss selbst schreiben oder zumindest stark redigieren. Die Zeit, die ich spare, geht fürs Überarbeiten drauf.
2. KI als Ersatz für Beratung
Kunden, die glauben, sie können sich die Beratung sparen weil sie jetzt ChatGPT haben — ich verstehe das, aber es stimmt nicht. KI gibt generische Antworten auf generische Fragen. Gute Beratung fängt damit an, die richtigen Fragen zu stellen. Das ist der Teil, der Erfahrung braucht.
Fazit
KI ist ein Werkzeug. Ein sehr gutes, wenn man weiß wofür. Kein Wundermittel, keine Jobkiller-Maschine. Für mich ist es ein Assistent, der gut in Handarbeit ist, aber keine Eigeninitiative hat. Wenn du verstehst, was du von ihm willst, liefert er. Wenn nicht, bekommst du warme Luft.
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Warum ich als Webdesigner aus dem Nürnberger Land starte
Röthenbach an der Pegnitz. Wer das nicht kennt: eine kleine Stadt, 15 Minuten von Nürnberg entfernt, direkt im Nürnberger Land. Kein Startup-Hub, kein Co-Working-Space an jeder Ecke. Und trotzdem ist genau das der Ort, von dem aus ich seit Jahren Websites baue und Unternehmen bei KI-Themen begleite.
Warum lokal, wenn das Internet überall funktioniert?
Gute Frage. Technisch gesehen brauche ich keinen Kunden aus Röthenbach oder Nürnberg. Ich könnte für Unternehmen in Hamburg oder München arbeiten, und ich tue das auch gelegentlich. Aber ich merke immer wieder: Lokale Projekte haben eine andere Qualität.
Wenn ich für den Lindenhof Erlebnishof oder eine Grundschule in Rothenburg eine Website baue, kenne ich den Kontext. Ich weiß, wie die Region tickt, welche Erwartungen Besucher mitbringen, wie die Unternehmen vor Ort kommunizieren. Das ist kein Klischee, das macht einen echten Unterschied im Ergebnis.
Was ich aus dem Nürnberger Land mitgenommen habe
Hier wird nicht groß geredet. Wenn etwas funktioniert, bleibt es. Wenn nicht, wird es geändert. Dieses Denken prägt wie ich Websites baue: keine überkomplexen Systeme, keine Features die niemand braucht. Sauber, funktional, wartbar.
Ich habe in meiner Laufbahn gelernt, dass die besten Projekte nicht die mit dem größten Budget sind, sondern die mit dem klarsten Auftrag. „Ich brauche eine Website, die Kunden erklärt was wir machen und sie dazu bringt anzurufen“ — damit kann ich arbeiten.
Was Snorkeling Duck damit zu tun hat
Snorkeling Duck ist mein Markenname. Klingt international, kommt aber aus dem gleichen Gedanken: unter die Oberfläche tauchen. Nicht die erstbeste Lösung nehmen, sondern verstehen was wirklich gebraucht wird.
Ob KI-Beratung für Kleinunternehmern oder eine neue Website für ein lokales Handwerksunternehmen — ich schaue zuerst, was das Problem ist. Dann baue ich die Lösung. Nicht andersrum.
Wenn du aus Nürnberg, dem Nürnberger Land oder Franken kommst und eine Website oder KI-Unterstützung brauchst: Meld dich einfach. Kein langes Vorgespräch nötig.
